Auf Fair Trade achten

Wenn wir von Nachhaltigkeit in der Produktion sprechen, dann geht es in erster Linie um Bio Lebensmittel, über die wir hier schon ausführlich berichtet haben. Doch wenn wir den Begriff etwas ausdehnen, dann fallen auch viele weitere Dinge unter diesen Mantelbegriff der Bio Produkte. Hierzu gehören neben den Lebensmitteln auch Dinge wie Kleidung und Genussmittel. Dabei spielt nicht nur die ökologisch einwandfreie Herstellung eine wichtige Rolle, sondern auch die Frage nach den ethischen Grundsätzen, die in dem herstellenden Unternehmen herrschen. Bei Kleidung ist beispielsweise immer noch – selbst heute – Kinderarbeit ein wichtiges Thema, bei dem man sehr sensibel sein sollte. Dies gerade auch vor dem Hintergrund der Lebens- und Arbeitsbedingungen, die in solchen Unternehmen herrschen.

Auch wenn es hier vordringlich um Lebensmittel geht, darf das Thema auf keinen Fall unter den Tisch fallen. Oft denkt man, dass Kinderarbeit keine Rolle spielt, wenn man auf die Produkte bekannter Marken zurückgreift, diese sollten ihre Produktion schließlich auf solche Missstände kontrollieren. Das Problem hier ist, dass die Herstellung selbst meist von Subunternehmern in Asien übernommen wird. In dem Unternehmen, das den Auftrag vergeben hat und das letztlich das Markenlabel auf die Kleidung klebt, wird oft nicht hinreichend geprüft, ob der Subunternehmer unter einwandfreien Bedingungen produziert. Die Profite, die die Herstellung billiger Kleidung verspricht, sind einfach zu groß, als dass ein größeres Interesse daran besteht, soziale Faktoren stärker in die Planung mit einzubeziehen. Das gilt selbstverständlich nicht für alle Unternehmen, die Sensibilität bezüglich dieses Themas ist unzweifelhaft gewachsen, aber dennoch sollte man verstärkt beim Einkauf darauf achten, dass nicht nur unter ökologisch, sondern auch ethisch einwandfreien Bedingungen produziert wurde. Dafür stehen Fair Trade Siegel, über die man sich schnell und einfach online informieren kann.