Brötchen sind keine kleinen Brote

Brötchen, so legt der Begriff nahe, sind kleine Brote. Ganz so verhält es sich nicht. Brötchen sind keine Miniatur-Brote. Brötchen unterscheiden sich durch ihre Machart und durch ihren Geschmack von Brot. In ihrer klassischen Variante werden Brötchen aus Weizenmehl, Wasser, Salz, Hefe und Backtriebmittel hergestellt.

Für Bio-Brötchen wählen die Bäcker möglichst natürliche Zutaten aus. Sie greifen auf Bio-Hefe oder weinsteinsaures Backpulver zurück. Künstliche Zusatzstoffe fallen weg – wie es für Bio-Lebensmittel üblich ist. Ganz allgemein wird bei der Herstellung der Bio-Lebensmittel darauf geachtete, Zusatzstoffe stark zu begrenzen und durch natürliche Rohstoffe zu ersetzen.

Brötchen ist nicht gleich Brötchen

Verlangt ein Kunde in einer Bäckerei ein Brötchen, wird ihn die Verkäuferin oder der Verkäufer in der Regel verstehen. Doch es wird wohl die Nachfrage kommen, welche Sorte er denn gerne hätte.

Auch im Bio-Lebensmittel-Handel gibt es mittlerweile eine große Auswahl an Brot und Brötchensorten. Weizen-, Roggen- und Dinkel-Brötchen liegen neben solchen mit Mehrkornsaaten, Kürbis- und Sonnenblumenkernen. Vor allem die Dinkel-Variante erlangte durch ihre Verbreitung in Bio-Lebensmittel-Geschäften einen größeren Bekanntheitsgrad. Es existieren Vollkorn-Brötchen und solche aus sogenanntem weißen Mehl. Süße Brötchen mit Milch oder Rosinen liegen neben deftigen Pizza-Brötchen. Dazu kommen Variationen mit Kartoffelstärke, mit Mohn, Sesam oder Kümmel bestreute und winzig kleine Party-Versionen.

Neben vielen verschiedenen Sorten, existieren noch Unterschiede in den regionalen Bezeichnungen für das Kleingebäck. Was die Schrippen in Berlin, sind dem Bayern seine Semmerln. Auch Wecken, Rundstücke oder Bömmel, Kipfla oder Stüütkes werden sie genannt.

Haltbarkeit von Brötchen

Ein Brötchen sollte man nicht lange liegen lassen. Möglichst frisch verzehrt, schmeckt es am besten. Das Frischgebäck ist zunächst knusprig, nimmt mit der Zeit jedoch immer mehr Feuchtigkeit auf und wird dadurch klebrig weich. Nach einem Tag wirkt es bereits altbacken.

Kleiner Tipp: Nochmaliges Aufbacken im Ofen kann die Brötchen wieder knackig machen. Dazu eine Tasse oder flache Schüssel mit Wasser unten in den Ofen stellen oder die Brötchen vorher etwas anfeuchten. Dann wird das Brötchen nicht fest, sondern wieder frisch und knusprig.