Milch = Kuhmilch

Milch ist in der deutschen Sprache das Synonym für Kuhmilch. So darf nur die im Handel angebotene Milch von Kühen als Milch deklariert werden und andere Milchsorten, wie etwa von Ziegen oder Schafen, müssen mit einer zusätzlichen Bezeichnung versehen werden. Es soll eindeutig erkennbar sein, dass diese Milch von einem anderen Tier stammt als von Kühen.

Wichtiges Nahrungsmittel

Milch bietet viele wichtige Nährstoffe in optimaler und ausgewogener Zusammensetzung und ist ein vielseitiges Naturprodukt. Unter allen Lebensmitteln enthält Milch den größten Anteil an Kalzium, den Baustoff für Knochen und Zähne. Da Kühe mehr produzieren, als sie für die Aufzucht ihres Kalbes benötigen, und weil Milch so nahrhaft ist, haben die Menschen sie schon früh als Nahrungsmittel genutzt. Gerade Bio-Milch ist heutzutage im Trend.

Milch enthält Milchzucker, Milchfett und Milcheiweiß und zahlreiche Vitamine wie Carotin, Vitamin A, Vitamin B1 und 2 sowie die Vitamine C, D und E. Außerdem besitzt Milch die Mineralstoffe Kalzium, Kalium und Phosphor. Ein ausreichender Verzehr von Milch soll Osteoporose, Bluthochdruck, Herzinfarkt und Übergewicht vorbeugen, erklärte die Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel. Außerdem hilft gerade das Kalzium, das in der Milch enthalten ist, die Fettmenge im menschlichen Blut zu reduzieren.

Bio-Milch ist noch gesünder

Besonders wertvoll für den Menschen sind die in der Milch enthaltenen Omega-3-Fettsäuren, deren Anteil in Bio-Milch um 64 Prozent höher ist als in konventioneller Milch und die das Herzinfarktsrisiko verringern. Darüber hinaus enthält Bio-Milch erheblich mehr Vitamin E, das vor Arterienverkalkung schützt und Zellen vor freien Radikalen bewahrt. Bio-Milch besitzt auch mehr Beta-Carotin, das gut für Augen und Haut ist. Der Grund für den höheren Anteil dieser gesunden Substanzen in Bio-Milch ist das hier verwendete Futter. Statt Futtermais und viel Kraftfutter stehen frisches Grün und genügend Klee auf dem Speiseplan.

Die verschiedenen Milchsorten

Unter dem Begriff Rohmilch versteht man völlig unbehandelte Milch, deren Fettgehalt zwischen 3,5 und 4 Prozent liegt. Da sie bis auf Filtration und Kühlung unbehandelt ist, unterliegt diese Milch strengen Hygienevorschriften und ständigen Kontrollen.

Die beliebteste Milch ist die Vollmilch, die einen konstanten Fettgehalt von 3,5 Prozent besitzt. Lediglich bei Vollmilch mit natürlichem Fettgehalt bewegt sich dieser Wert zwischen 3,5 und 4 Prozent. Die auch als teilentrahmt bezeichnete fettarme Milch gehört ebenfalls zu den standardisierten Milchsorten mit einem Fettgehalt von 1,5 bis 1,8 Prozent. Bei Magermilch oder auch entrahmter Milch beträgt der maximale Milchfettgehalt lediglich 0,3 Prozent.

Haltbarmachung

Um die Milch möglichst frei von Bakterien zu halten und sie für den Verbraucher haltbar zu machen, gibt es verschiedene Verfahren, wie die Pasteurisierung, die Homogenisierung, das Ultrahocherhitzen, die Sterilisation sowie die Kondensierung. Die Aufbewahrungsdauer hängt von der jeweiligen Haltbarmachung ab.