Rindfleisch ist nicht gleich Rindfleisch

Rindfleisch erfreut sich, nachdem die BSE-Krise überstanden war, wieder wachsender Beliebtheit und belegt im Fleischverbrauch deutscher Bürger Platz 2 nach Schweinefleisch. Viele Menschen schätzen vor allem den kräftigen Geschmack von Rindfleisch. Vor allem Rindersteak, Roastbeef und Rinderfilet sind sehr beliebt, aber auch sehr teuer. Rindfleisch besitzt viele Vitamine, etwa A, B1 und B2, sowie B6 und B12. Das Fleisch verfügt über hochwertiges Eiweiß und Mineralstoffe, wie Calcium, Natrium, Eisen und Phosphor.

Was beim Einkauf von Rindfleisch zu beachten ist

Damit das Fleisch die typisch zarte und aromatische Konsistenz nach der Zubereitung erhält, sollten schon beim Einkauf von Rindfleisch wichtige Punkte beachtet werden. Das Rindfleisch kann auf Qualität getestet werden, hierzu schneidet man es mit einem scharfen Messer ein. Optimal ist eine glänzende Schnittfläche, die nicht matt und trocken ist. Das Fleisch sollte elastisch sein, wenn man es mit dem Daumen eindrückt.

Beim Kauf von Rindfleisch sollte die vorgesehene Verwendung beachtet werden. Es ist wichtig, ob man es kochen, braten, schmoren oder grillen möchte, denn im Handel wird sowohl das Fleisch weiblicher Jungrinder, das von jungen und älteren Kühen, als auch das von Ochsen und Bullen als Rindfleisch bezeichnet. Als Erstes achtet man auf den Geruch und die Farbe. Das Rindfleisch sollte frisch riechen und eine hellrote Farbe besitzen. Je dunkler das Fleisch ist, desto älter war das Tier. Stammt das Fleisch von jungen Rindern, sollte es also hell- bis mittelrot, feinfaserig und mager aussehen. Es ist leicht marmoriert und daher geschmackvoller und aromatischer als das Fleisch von Kälbern, da das Fett als Geschmacksträger dient.

Produktangaben zum Fleisch

Anhand der Angaben auf der Verpackung kann man auch die Qualität des Fleisches kontrollieren. Die Verkehrsbezeichnung gibt Auskunft über das jeweilige Fleischstück des Tieres, wie etwa Filet oder Bruststück. Außerdem ist ein Mindesthaltbarkeitsdatum und die Lagerungstemperatur angegeben. Mit der Loskennzeichnung auf der Verpackung läßt sich das Rindfleisch bis zum Erzeuger zurückverfolgen, befindet sich aber nur auf Fleisch, das länger als drei Monate haltbar ist.

Durch eine Etikettierung kann die Herkunft von Rindfleisch vom Aufzuchtbetrieb bis zur Verkaufstheke nachvollzogen werden. Sie ist für alle EU-Mitgliedstaaten vorgeschrieben und muss sich auch auf einzelnen Teilstücken des Rindes deutlich sichtbar befinden. Das Etikett enthält eine Referenznummer, den Geburtsort und Schlachtort und die Zulassungsnummer des Schlachtbetriebes. Zudem ist das Land, in dem das Tier zerlegt wurde inklusive der jeweiligen Zulassungsnummer des Betriebes angegeben. Besonders wichtig ist dies natürlich für Biofleisch.

Zubereitung von Rindfleisch

Vor der Verwendung muss Rindfleisch gut abhängen, schlachtfrisches Fleisch bleibt auch nach der Zubereitung zäh. Nach 3-5 Tagen ist Rindfleisch geeignet zum Kochen. Mindestens 8 Tage sind nötig, um das Rindfleisch zu schmoren oder zu braten. Einer Reifedauer bis zu 20 Tagen wird für zarte Steaks, Filets und Roastbeef empfohlen. Plant man also einen größeren Rinderbraten in der Küche, sollte man das Fleisch rechzeitig kaufen. Als Garmethoden von Rindfleisch eignen sich besonders jene, die ohne die größere Zugabe von Fett möglich sind. Möchte man größere Braten schmoren oder gekochtes Rindfleisch zubereiten, empfiehlt sich die Verwendung eines Schnellkochtopfs, der die langen Garzeiten verkürzt.