Woher kommt das Croissant?

Die Herkunft des Croissants ist umstritten und es ranken sich viele Legenden darum. Einerseits wird der Ursprung Frankreich zugeschrieben, was sich wohl durch die dortige Verbreitung erklären lässt, da es doch zum Inbegriff französischer Lebensart zählt. Andererseits besagt eine weit verbreitete Legende, dass ein Österreicher das Croissant im Zuge der Belagerung Wiens durch die Türken im Jahre 1683 erfand. Die Bäckermeister begannen, wie derzeit, früh ihr Tagewerk und bemerkten die Türken, die sich unter der Stadtmauer hindurch zu graben versuchten. Nachdem sie Alarm schlugen und die Feinde in die Flucht geschlagen wurden, formten die Bäcker ein sichelförmiges Gebäck, welches dem Symbol in der türkischen Nationalflagge ähnelt, um den Sieg zu feiern und an dieses Ereignis zu erinnern.

Erst ein knappes Jahrhundert später wurde das Croissant durch die Heirat der österreichischen Prinzessin Marie-Antoinette mit dem späteren König Ludwig der XVI am französischen Hof bekannt. Zu diesem Zeitpunkt wurde aus dem Wiener Hörnchen das französische Croissant. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der bisher verwendete und einem Brioche ähnelnden Teig durch einen Blätterteig mit viel Butter zwischen den Schichten ersetzt. Kulturhistoriker weisen die Glaubwürdigkeit dieser und ähnlicher Legenden jedoch zurück und weisen dem Croissant eine „Geschichte des 20. Jahrhunderts“ zu.

Das Croissant als Frühstücksschlager

Das Croissant gehört nicht auch hierzulande zu den Favoriten auf dem Frühstückstisch. Egal ob pur, mit Butter oder Marmelade bestrichen, gefüllt mit Schokolade oder gar als herzhafte Variante, findet das Gebäck großen Anklang und ist allseits beliebt. Dennoch gibt es viele, die der Figur zuliebe auf das Croissant zum Frühstück verzichten.

Von wegen Kalorienbombe

Ein Croissant besteht aus Blätterteig, auch Plunderteig genannt, und enthält viel Fett, entweder in Form von Butter oder Margarine. Da Fett ein Geschmacksträger in vielen Speisen ist, mag das der Grund sein, warum das Croissant so lecker ist. Doch ein völliger Verzicht muss nicht sein, denn Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es darauf ankommt, zu welcher Tageszeit man Fett konsumiert. Nimmt man morgens fettreiche Nahrung zu sich und abends kohlenhydratreiche Kost, soll sich die Figur nicht verändern. Andersherum konsumiert, wird genau das Gegenteil erzeugt und eine Gewichtszunahme begünstigt.

Auch als Bio Lebensmittel ein Renner

Eine gesunde Variante vom Croissant ist heutzutage in der Palette der Bio Lebensmittel zu finden. Inzwischen haben einige Anbieter, die Bio Lebensmittel in ihrem Sortiment haben, oder diejenigen, die ausschlielich Bio Lebensmittel vertreiben, das süße Gebäck im Angebot. Dabei hat man sogar die Wahl, ob man ein Croissant mit traditionellen Zutaten bevorzugt, insbesondere was die Wahl des Getreides angeht, oder ob man etwas Neues ausprobiert. Im Bereich der Bio Lebensmittel wird das Croissant etwa auch als Bio Vollkorn Croissant oder als Variante aus Dinkelvollkornmehl angeboten.

Mit etwas Glück lässt sich sogar ein Croissant aus Kamut Urweizen finden, eine der ältesten kultivierten Getreidearten überhaupt. Kamut zeichnet sich durch seinen Reichtum an Nährstoffen aus. Das Getreide besitzt einen 20 bis 40 Prozent höheren Eiweißgehalt und mehr Aminosaeuren, Vitamine und Mineralstoffe als Weizen. Das Croissant ist ein Beispiel dafür, dass Bio Lebensmittel gesund, aber keinesfalls langweilig sind. Wo findet sich schon eine solche Vielfalt, allein was die verwendeten Getreidesorten angeht? Und gerade für diejenigen, die sich bewusst ernähren und dabei nicht auf Genuss verzichten möchten, ist ein Bio Croissant eine Bereicherung für das Frühstück und den Gaumen.