Lohnt sich der höhere Preis für Biolebensmittel?

Der Trend in Richtung der Biolebensmittel hat sich in den letzten Jahren verstärkt. Während es vor 10 Jahren noch als Nischen- oder Szenetrend galt Biolebensmittel zu nutzen und zu konsumieren ist es heut zu Tage immer stärker in unserer Gesellschaft angekommen. Jeder Person die sich bisher mit diesem Thema auseinandergesetzt hat wird es aufgefallen sein, dass Biolebensmittel im Vergleich zu klassischen Lebensmitteln im Durchschnitt teurer sind. Viele Menschen greifen aufgrund dieser Tatsache weiterhin zu den „normalen“ Produkten die nicht auf Bio-Basis hergestellt werden. Viele argumentieren, dass Biolebensmittel nur ein Trend sein und keinen wahren Nutzen spenden. Gemäß diesem Gedanken stellt sich die Frage ob Biolebensmittel wirklich besser sind als reguläre Lebensmittel. Im selben Gedankengang wird man sich anschließend die Frage stellen ob oder ob nicht ein höherer Preis für die versprochene, höhere Qualität gerechtfertigt ist.

Zu Beginn steht natürlich die Frage des Nutzens. Viele sagen, dass Biolebensmittel nur aufgrund ihres Labels künstlich teuer gemacht werden. Demgegenüber steht jedoch die Idee der Biobewegung. Wir haben in den letzten Jahrzehnten die Produktion von Lebensmitteln jeglicher Art immer weiter kommerzialisiert. Dabei ging es beinahe nur noch um Profit. Möglichst viel für wenig Geld produzieren. Anschließend wird diese Produktion so billig es geht verkauft, damit man einen möglichst hohen Marktanteil gewinnen kann. Die Gier nach regelmäßigem Fleischverzehr und der Wunsch nach der Verfügbarkeit jeglicher, ehemals sehr teurer, Lebensmittel wie beispielsweise Rinderfilet oder ähnlichem haben diesen Trend unterstützt. Das Ergebnis dieser Vorgehensweise war abzusehen. Mit Hilfe vom Chemie und Medizin wurden beispielsweise die Pflanzen gegen viele Erreger immun gemacht bzw. Tiere wurden schneller dick und dementsprechend schneller schlachtbereit. Zwar wurden wir Menschen mit mehr versorgt, jedoch hat die Qualität gelitten. Rückstände der Pestizide bzw. Medikamente kann man noch heut zu Tage in vielen Lebensmitteln finden. Die Folge: Unter Umständen ist man im Ernstfall gegen gewisse Medikamente immun. Dadurch könnte die eigene Gesundheit gefährdet sein. Auf Basis dieses Problems ist die Biobewegung groß geworden. Das Ziel war es Lebensmittel erneut so zu produzieren, dass es eine Art Ausgleich zwischen Profitgier und Qualität gibt. Das Ergebnis: Lebensmittelzucht bei denen diese Probleme reduziert oder gar komplett umgangen werden. Sicherlich würde diese Zucht länger dauern, dafür hat man jedoch Qualität auf die man sich verlassen kann. Diese Qualität spiegelt sich im Preis wieder. Wenn man sicher sein möchte, dass die Lebensmittel nur in geringem Maße oder gar nicht mit den Problemen belastet sind die man von klassischen Lebensmitteln kennt dann wird man mit Biolebensmitteln die bessere Alternative haben. Der Nachteil ist jedoch, dass man wieder bereit sein muss mehr für Qualität zu zahlen. Entweder man gibt in der Summe mehr Geld aus oder man reduziert den Konsum von beispielsweise teurem Fleisch oder ähnlichem. Letztendlich kann man behaupten, dass wie bei fast allen Dingen im Leben eine höhere Qualität zu einem höheren Preis führt. Dies ist auch bei Biolebensmitteln der Fall. Im Gegensatz zu beispielsweise Kleidung zahlt man hier jedoch einen Großteil des höheren Preises nicht für einen Markennamen sondern für Qualität die das persönliche Leben und das Leben der Pflanzen und Tiere verbessern kann. Es ist dementsprechend eine Win-Win Situation für alle Beteiligten. Die einzigen die im Nachteil sind ist die traditionelle Lebensmittelindustrie. Dementsprechend wird weiterhin schlecht über Biolebensmittel berichtet. Sicherlich sind Biolebensmittel nicht die einzige Wahl aber es bietet eine Alternative die in gewissen Bereichen in der Qualität dominiert und dementsprechend auch einen höheren Preis rechtfertigt.