Dort, wo der Pfeffer wächst

Pfeffer gehört in den meisten Küchen zum Standardrepertoire. Er verleiht Speisen eine würzige Note und ist für das Zubereiten von Gerichten nahezu unverzichtbar geworden. Doch das war nicht immer so. Früher war Pfeffer, wie viele Gewürze, sehr teuer. Auf Grund der langen Transportwege war Pfeffer ein besonders kostbares Gut. Seine ursprüngliche Heimat ist die Malabarküste in Indien. Zu den größten Anbauländern zählen heute Indonesien, Malaysia, Indien, Vietnam und Brasilien.

Die Pflanze ist eine kräftige, hölzerne Kletterpflanze. Sie wächst bis zu vier Meter hoch. Man unterscheidet grünen, schwarzen, weißen und roten Pfeffer voneinander. Der Erntezeitpunkt bestimmt die Farbe der jeweiligen Sorten. Der Geschmack ist wiederum davon abhängig, wie die Beeren verarbeitet werden.

Pfeffer mit unterschiedlichen Aromen

Durch das Einlagern in Salzwasser erhält der grüne Pfeffer sein fruchtig-frisches Aroma. Er wird gern für kurzgebratenes Fleisch oder asiatisches Essen verwendet. Grüner Pfeffer hebt zudem das Aroma von einigen Früchten wie Ananas, Erdbeeren oder Feigen hervor.

Schwarzer Pfeffer wird kurz vor der Reife geerntet und anschließend sonnengetrocknet. Dadurch bekommen die Beeren ihre schwarze Farbe und die runzlige Form. Der Geschmack ist würzig-aromatisch und beißend scharf. Schwarzer Pfeffer ist universal einsetzbar. Er passt zu Saucen, Fleisch, Wild, Geflügel, Fisch und Meeresfrüchte, Suppen und zu manchen Desserts.

Die vollreifen, gräulichen Körner werden eine Woche lang in Wasser gebadet. Dadurch löst sich die Schale ab und das Fruchtfleisch kann entfernt werden. Beim Austrocknen erhalten die Körner ihre weißgelbe Farbe. Weißer Pfeffer ist weniger aromatisch als der Schwarze. Jedoch besitzt er die volle Schärfe und eignet sich sehr gut zum Würzen von hellen Sahnesaucen, hellem Fleisch und Fischfilets. Wer sich nicht merken kann, welche Sorte man für welche Speisen verwendet, dem hilft vielleicht die alte Küchenweisheit: Schwarzer Pfeffer würzt dunkle Gerichte, weißer würzt helle Gerichte.

Roten Pfeffer, auch Pondichery-Piper genannt, erntet man reif und lagert ihn entweder in einer salzigen oder sauren Lake. Die bräunlich roten Körner haben ein süßliches, liebliches Aroma und sind sehr scharf. Man kann damit Fleisch, Nudelgerichte, helle Saucen oder Speisen mit roter Beete würzen. Roter Pfeffer ist noch seltener als grüner im Handel erhältlich.

Gewürze, die so scharf wie Pfeffer sind

Wer gerne in der Küche experimentiert und neue Zutaten ausprobiert, findet in der Welt der scharfen Gewürze auch exotische Alternativen. Der Szechuanpfeffer ist eines dieser Gewürze. Er gehört zu den Rautengewächsen und stammt aus der chinesischen Provinz Szechuan. Seine rötlich-braunen Kapselfrüchte geben einen feurig-scharfen Geschmack. Sein Aroma erinnert ein wenig an Muskatnuss. Nach dem Genuss hinterlässt er ein taubes Gefühl im Mund. Man verwendet ihn überwiegend in der asiatischen Küche und in der Heilkunde. Der Voatsiperifery-Pfeffer, ein Gewürz aus Madakaskar, hat ein erdiges, leichtes Waldaroma mit einer blumigen Note. Die dunkelbraunen Beeren sind nur im Spezialitätenhandel erhältlich und passen sehr gut zu dunklem Fleisch und Wurzelgemüse. Weitere ähnliche scharfe Gewürze sind der süßliche lange Pfeffer aus Südostasien, der wachholderähnliche rosa Pfeffer aus Brasilien und der etwas bittere Kubebenpfeffer aus Nordafrika.

Die gesundheitsfördernde Wirkung von Meersalz

Salz ist ein Rohstoff, der für die Zubereitung von Speisen kaum wegzudenken ist. Er ist ein Geschmacksträger und liefert uns wichtige Nährstoffe. Auf der Welt ist Salz reichlich vorhanden und wird es immer sein. Es ist das weiße Gold der Erde. Es lagert in Gesteinen und kommt in den Meeren vor. In Steinbergwerken entstand Salz vor Millionen von Jahren durch das Austrocknen großer Meere. Durch Vulkanismus und die Verschiebung der Kontinentalerdplatten gelangt Meersalz zudem permanent in das Gestein. Dadurch sind wertvolle Mineralien und Spurenelemente enthalten.

Speisesalz wird aus Steinsalz oder Meersalz hergestellt. Man schätzt, dass Meersalz 30 Prozent der Weltsalzproduktion ausmachen. Durch einen fortlaufenden natürlichen Kreislauf bildet sich Meersalz ständig wieder neu. Wenn es regnet, gelangen Kationen und Anionen in das Grundwasser. Die Flüsse spülen diese in das Meer und durch Verdunstung entsteht Meersalz.

Schmackhafte Gerichte entstehen erst durch Salz und Gewürze

Ohne Salz wäre Essen einfach nur fade, denn es trägt einen erheblichen Teil zum Geschmack bei. Daher ist Salz in fast allen Speisen enthalten. Für ein leckeres Essen benötigt man sowohl Salz als auch Gewürze, die zusammen als Geschmacksgeber dienen. Durch die Kombination unterschiedlicher Gewürze und Salz, entstehen die vielfältigsten Aromen. Sie verstärken den Genuss und können bei spezieller Zubereitung zusätzliche Funktionen erfüllen. Dazu gehört zum einen die Konservierung der Lebensmittel durch Salz, Chili und Rosmarin. Gewürze wie Pfeffer können zum anderen in Verbindung mit Salz und Essig die Verdauung anregen.

Für den menschlichen Organismus ist Salz genauso lebenswichtig wie Wasser. Ohne Salz könnten die Menschen nicht existieren. Es befindet sich in jeder Zelle des Körpers. Der Stoffwechsel wird einzig und allein durch die Salzkonzentration gesteuert. Die Nervenfasern leiten Impulse nur an das Nervensystem weiter, wenn salzhaltige Stoffe wie Kalium oder Natrium enthalten sind. Daher sind alle Aktivitäten und Gedankenleistungen abhängig vom weißen Gold.

Gesunde Haut durch Meersalz

Die Meere haben im Durchschnitt einen relativ niedrigen Salzgehalt. Das Tote Meer hingegen enthält eine extrem hohe Menge an Meersalz. Der Salzgehalt im Toten Meer ist so hoch, dass ein Mensch wie eine Feder darauf schweben kann. An den Felsen bilden sich sogar feste Salzkristalle. Außer dem Salz sind noch andere kostbare Stoffe im Meersalz enthalten wie Kalium, Magnesium und Mangan.

Meersalz aus dem Toten Meer ist besonders wertvoll. Man sagt, es habe heilende Kräfte. Tatsächlich hat das Meersalz eine gesundheitsfördernde Wirkung. Hautkrankheiten wie Neurodermitis und Schuppenflechten können durch regelmäßige Bäder bekämpft werden. Die Kosmetikbranche hat das Meersalz vom Toten Meer ebenso für sich entdeckt und verarbeitet es in Kosmetik.

Rezepte finden im Internet

Gute Rezepte zu finden ist gar nicht mehr so schwer, seitdem es das Internet gibt. Die meisten Rezepte findet man auf Seiten, die auch Lebensmittel anbieten. Das Angebot der Kräuter und Gewürze ist häufig kombiniert mit Online Services wie Würzplaner oder andere Ratgeber zur Verwendung der Kräuter und Gewürze. Wenn man eingibt, welche Art von Gericht man kochen möchte, werden Vorschläge für zu verwendende Gewürze gemacht. Kräuter und Gewürze sind zum Kochen fast unerlässlich.

Es gibt kaum Rezepte, die ohne Kräuter und Gewürze auskommen

Während Gewürze oft aus fernen Ländern kommen, kann man Kräuter meist im eigenen Garten oder Balkonkasten züchten. Bekannte Kräuter, die in Deutschland wachsen, sind zum Beispiel Bärlauch, Basilikum, Dill, Estragon, Kerbel, Lavendel, Liebstöckel, Majoran, Minze, Oregano, Petersilie, Rosmarin, Salbei, Schnittlauch, Thymian.

 

Rezepte für Tees aus Heilkräutern

Rezepte sehen Kräuter zum Kochen vor, es gibt aber auch Rezepte für Tees oder Heilmittel, die man selbst erstellen kann. Kräuter enthalten Öle, Kalk, Eisen, Bitterstoffe, Säuren (bspw. Bernsteinsäure, Phosphorsäure, Salizylsäure, Zitronensäure).

Mit Kräutern kann man Alltagsbeschwerden positiv beeinflussen. So ist es zum Beispiel möglich, bei Schlaflosigkeit eine Teemischung aus Baldrian, Hopfen, Brombeere oder Johanniskraut in Form von Tabletten oder Tees zu sich zu nehmen. Insbesondere Frauen, die unter Zyklusunregelmäßigkeiten leiden, sollen Tees trinken, die Frauenmantel, Schafgarbe, Himbeerblätter und Gänsefingerkraut enthalten. Mittlerweile führen neben Apotheken und Reformhäusern auch Bioläden Tees für alle Beschwerden des Alltags.

Rezepte für leckere Lebkuchen, Suppen, Fleischgerichte oder Kuchen beinhalten jede Menge Gewürze

Chili, Curcuma, Curry, Galgant aber auch Zwiebel, Fenchel, Knoblauch oder Ingwer zählen zur Kategorie der Gewürze.

Vielleicht haben Sie schon einmal mit dem Gedanken gespielt für den nächsten Geburtstagskuchen nicht eine Backmischung zu kaufen, sondern sich ein Rezept zu suchen und die Zutaten zu besorgen?

Es lohnt sich.

Kenner merken den Unterschied zwischen einem Kuchen, der mit einer Backmischung gemacht wurde oder für den der Koch die mühsamen Wege für den Kauf der Gewürze, Kräuter und anderen Zutaten auf sich genommen hat. Ähnlich verhält es sich mit Suppen und Fertiggerichten.

Bei Lebkuchen muss man sich ohnehin selbst auf den Weg machen. Oder an den Rechner setzen und Online Einkaufen. Vielleicht eine gute Alternative in der trubeligen Vorweihnachtszeit.